Wie beantrage ich eine Kur?

Kur und medizinische Rehabilitation sind anerkannte wichtige Bausteine unseres Gesundheitswesens und wertvoll. Sie ebnen vielen Menschen nach Krankheit oder Unfall den Weg zurück in ein selbstbestimmtes, aktives Leben. Gerade bei komplexen Erkrankungen leistet die stationäre Reha häufig weit mehr als ambulante Behandlungskonzepte. Oft ist eine spezialisierte Rehaklinik die beste Chance für den Patienten auf eine optimale Therapie. Wir erklären was Sie bei dem Reha Antrag und Ihren Weg zur Reha beachten sollten!

Rehabilitation und Prävention werden von der Politik zunehmend als unverzichtbar angesehen. Deshalb wurden selbst in Zeiten von Sparanstrengungen im Gesundheitswesen zuletzt Rehabilitationsmaßnahmen sogar noch gestärkt. Sie haben Anspruch auf eine medizinische Rehabilitation, wenn Ihr behandelnder Arzt dies als notwendig erachtet.

Wer also eine Kur oder eine medizinische Reha benötigt, sollte daher nicht zögern, dieses wertvolle Angebot in Absprache mit seinem behandelnden Arzt zu nützen.

Die verschiedenen Formen der Reha

  • Anschlussheilbehandlungen (AHB)
  • Stationäre Rehabilitationsmaßnahmen (Heilverfahren)
  • Berufsgenossenschaftliche stationäre Weiterbehandlung (BGSW)

Stationäre Einrichtungen wie die HESCURO – Klinik REGINA – Bad Kissingen bieten alle Optionen an, die der Gesetzgeber gemäß § 107 Abs. 2 SGB V zur Wiederherstellung der Gesundheit nach § 40 Abs. 2 SGB V vorgesehen hat. Die sogenannte Anschlussheilbehandlung (auch Anschlussreha oder AHB genannt), die stationäre Reha mit Heilverfahren, die man früher unter dem Begriff “Kur” zusammenfasste und die berufsgenossenschaftliche stationäre Weiterbehandlung (BGSW), eine Rehamaßnahme für schwere Verletzungen nach Arbeitsunfällen.

Da ambulante Versorgungsstrukturen gerade bei vielschichtigen Krankheitsbildern an ihre Grenzen stoßen ist oftmals ein stationärer Aufenthalt in einem spezialisierten Rehabilitationszentrum die einzige Chance für den Patienten auf einen guten Therapieerfolg.

Die HESCURO – Klinik REGINA – ist eine sogenannte “gemischte Krankenanstalt” (Akut / Reha), die sowohl mit den gesetzlichen als vom Verband der privaten Krankenversicherungen im Sinne des § 4 Abs. 5 MB / KK anerkannt ist.

Um einweisende Mediziner zu entlasten und Ihnen den Weg zur Anschlussheilbehandlung oder zur stationären Rehabilitation zu erleichtern, stellen wir Ihnen gerne fachkundige Informationen zur Verfügung.

Wie beantrage ich eine Kur? Der Antrag in 4 Schritten:

Schritt 1: Wichtige Infos vor dem Reha Antrag

bei Anschlussheilbehandlungen (AHB):

Eine Anschlussheilbehandlung nach einer schweren Erkrankung oder einem Unfall wird meist bereits im Akutkrankenhaus in die Wege geleitet. Um die dafür nötigen Formalitäten kümmert sich nach Absprache mit dem Patienten der behandelnde Arzt bzw. der Sozialdienst des erstversorgenden Krankenhauses. Dabei muss die Antragstellung vor Ihrer Aufnahme in der HESCURO – Klinik REGINA – Bad Kissingen erfolgen. Wird der Antrag von den Leistungsträgern genehmigt, was meist relativ kurzfristig geschieht, geht es direkt vom Krankenhaus in die Rehabilitationseinrichtung.

bei Stationären Rehabilitationsmaßnahmen:

Falls eine AHB nicht auf Sie zutrifft und Sie sozusagen eine “klassische” Kur bzw. Reha absolvieren möchten, sollten Sie in einem Erstgespräch mit Ihrem behandelnden Arzt die Sinnhaftigkeit der Maßnahme besprechen. Oft bringt der Arzt auch von sich aus die Therapiemöglichkeit “Kur bzw. Reha” zur Sprache. Er oder sie kann eine stationäre Rehabilitationsmaßnahme (einen Sanatoriumsaufenthalt) befürworten.

als Privatversicherter

Die HESCURO – Klinik REGINA – Bad Kissingen ist von den Verbänden der privaten Krankenversicherer als so genannte “gemischte Krankenanstalt” anerkannt, das heißt Sie können sowohl eine stationäre Rehabilitationsmaßnahme in der Klinik durchführen, als auch im Rahmen einer Akutkrankenhausbehandlung aufgenommen werden. Sie sollten daher vor Beginn der Antragstellung Ihre Vertragsmodalitäten klären. In beiden Fällen ist es wichtig, dass vor der Aufnahme in der Klinik eine schriftliche Kostenübernahmeerklärung Ihrer privaten Krankenversicherung vorliegt.

Beihilfe

Unsere Rehaklinik ist von der Beihilfe anerkannt. Eine Bestätigung über die Anerkennung kann bei der Patientenbetreuung der HESCURO – Klinik REGINA – Bad Kissingen angefordert werden. Die Bestätigung sollte dem Antrag auf Kostenübernahme bei Ihrer Beihilfestelle beigefügt werden.

Das Gespräch mit dem Arzt ist der erste Schritt beim erfolgreichen Bentragen einer Kur- oder ggf. AHB-Maßnahme.

In beiden Fällen sollten Sie die Antragsformulare gemeinsam mit Ihrem Arzt ausfüllen, von ihm unterschreiben lassen und dann bei dem für Sie zuständigen Sozialleistungsträger mit der Bitte um Kostenübernahme einreichen.

Achten Sie gleich bei der Beantragung darauf, dass Sie als Patientenwunsch “Durchführung in der HESCURO – Klinik REGINA – Bad Kissingen” angeben. (siehe hierzu ergänzende Hinweise “Wunsch u. Wahlrecht”)

Schritt 2: Antragsformulare besorgen und Reha Antrag stellen

Für die Beantragung über die gesetzliche Deutsche Rentenversicherung (DRV) müssen die Formulare des zuständigen Rentenversicherungsträgers (z.B. DRV Nordbayern) verwendet werden. Weitergehende Informationen hierzu erhalten Sie bei den Servicestellen der Deutschen Rentenversicherung (ehemals BfA, LVA’n) oder bei der SLVLG, der (Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau) bzw. direkt bei Ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger.

a) stationäre Reha über die gesetzliche Krankenversicherung (GKV)

Die entsprechenden Reha-Antragsformulare dafür gibt es bei Ihrer gesetzlichen Krankenversicherung (z.B. AOK, Barmer, DAK, BKK, …). Dabei ist die Befürwortung (Attest) Ihres behandelnden Arztes grundsätzlich notwendig.

Folgende Punkte sollten darin ggf. erläutert werden:

  • Gefahr einer Verschlechterung des Krankheitsbildes
  • Kein Erfolg durch Krankenbehandlung gem. § 27 SGB V
  • Bei einer ambulanten Rehabilitationsmaßnahme besteht keine / nur geringe Aussicht auf Erfolg
  • Die Ergänzung der stationären Rehabilitationsmaßnahme durch qualitativ hochwertige Diagnostik und interdisziplinäre Therapieansätze ist aufgrund des Krankheitsbildes dringend zu empfehlen

b) stationäre Reha als Privatversicherter

Wer als Privatversicherter zur Kur möchte, sollte zuerst prüfen, ob diese Wahlleistung Teil des Versicherungsvertrags ist. Die sogenannten Kurkosten-Tarife der privaten Krankenversicherer ersetzen entweder die anfallenden medizinischen Kosten der Reha oder sehen ein pauschales Tagegeld vor. Ob es zur Kur geht oder nicht, entscheidet immer der Arzt.

Ist der entsprechende Tarif im privaten Versicherungsvertrag enthalten, übernimmt der Versicherer in der Regel die vor Ort anfallenden Arztkosten. Auf jeden Fall sollten Sie sich vor Antritt der Kur oder Reha um eine schriftliche Erklärung der Kostenübernahme durch Ihre private Krankenversicherung kümmern. Dafür gibt es spezielle Antragsformulare bei Ihrem Privatversicherer.

c) Beihilfe:

Für die Beantragung einer Maßnahme über die Beihilfe ist es zunächst notwendig, dass Ihr Arzt einen sog. Sanatoriumsaufenthalt verordnet. Die Verordnung reichen Sie dann bei Ihrer Beihilfestelle ein. In der Regel ist es notwendig, dass Sie beim Amtsarzt vorstellig werden.

Die Beihilfe übernimmt immer nur einen Anteil der Kosten für einen Sanatoriumsaufenthalt. Die verbleibenden Restkosten eines Sanatoriumsaufenthaltes können Sie über Ihre private Zusatzversicherung einfordern. Hierfür sollten Sie im Vorfeld abklären, ob eine stationäre Rehabilitationsmaßnahme / Sanatoriumsaufenthalt oder Krankentagegeld bei Ihrer privaten Krankenversicherung mitversichert sind.

Wunsch und Wahlrecht beim Kurantrag berücksichtigen

In den oben genannten Fällen sollten Sie die Antragsformulare gemeinsam mit Ihrem Arzt ausfüllen, von ihm unterschreiben lassen und dann bei dem für Sie zuständigen Sozialleistungsträger mit der Bitte um Kostenübernahme einreichen. Achten Sie gleich bei der Beantragung darauf, dass Sie als Patientenwunsch “Durchführung in der HESCURO – Klinik REGINA – Bad Kissingen” angeben. (siehe hierzu ergänzende Hinweise “Wunsch und Wahlrecht“)

Bei Fragen und Problemen hilft Ihnen auch unsere Patientenverwaltung gerne weiter.

Selbstverständlich können Sie bei uns auch eine Kur oder AHB-Maßnahme über Ihre Private Krankenversicherung beantragen.versicherung

Schritt 3: Der Reha Antrag wurde vom Kostenträger genehmigt (Bewilligung)

Wird der Antrag auf Reha oder Kur bewilligt, wird dies vom Kostenträger in einer schriftlichen Benachrichtigung mitgeteilt. Nachdem dieser wichtige Punkt geklärt ist, können Sie sich mit der Patientenverwaltung in Verbindung setzen und alle Details rund um den Termin, die Anreise oder die Unterbringung klären.

Team der Patientenverwaltung

Tel.: 0971-7855 7855
Fax.: 0971-7855 7866
Email: info@hescuro.de

Bei allen Fragen und Problemen rund um die Beantragung Ihrer Rehabilitationsmaßnahme ist Ihnen unser kostenloser und unverbindlicher Beratungsservice gerne behilflich. Rufen Sie uns an!

Ihre AHB bzw. Kur-Antrag wurde genehmigt und Sie können nun Ihre Reha weiter planen.

Schritt 4: Was tun, wenn der Reha-Antrag abgelehnt wird?

Stimmt der Kostenträger der Reha nicht zu, wird das dem Versicherten in einem schriftlichen Bescheid mitgeteilt. Gegen diesen Ablehnungsbescheid können Sie innerhalb eines Monats nach Erhalt des Schriftstücks schriftlich Widerspruch einlegen. Details dazu stehen in der Rechtsbehelfsbelehrung der Ablehnung, die sich meist am Ende des Schreibens findet.

Wichtig: Nur ein rechtzeitiger Widerspruch verhindert den rechtskräftigen Abschluss des Antragsverfahrens.

Ein begründeter Widerspruch hat gute Erfolgschancen. Lassen Sie sich daher vom Arzt, der die Verordnung ausgestellt hat, unterstützen! Oft hilft es auch, wenn Sie direkt mit einem Arzt vom ärztlichen Dienst der Krankenkassen (MDK) sprechen bzw. sich von ihm oder ihr untersuchen lassen. Dabei können Sie auch ganz gezielt Ihre Sichtweise einbringen und den Arzt des MDK von der Notwendigkeit der Reha überzeugen. Eine neuerliche Untersuchung ist aber nicht zwingend notwendig.

In vielen Fällen bekommen Sie schon auf Grund Ihres Widerspruchs die Rehabilitationsmaßnahme genehmigt.

Für den Fall, dass der Kostenträger auch nach Widerspruch die beantragte Maßnahme ablehnt, steht die Möglichkeit der Klage beim Sozialgericht offen. Auch hier ist eine Frist von einem Monat ab Bekanntgabe des Widerspruchsbescheides einzuhalten.

Das zuständige Gericht finden Sie in der Rechtsbehelfsbelehrung. Für den Kläger fallen beim Sozialgericht keine Kosten an. Außerdem gehen die Gutachter- und Sachverständigenkosten in der Regel zu Lasten der Staatskasse.

Die Vertretung durch einen Rechtsanwalt ist nicht zwingend vorgeschrieben, kann aber empfehlenswert sein. Die Anwaltskosten müssen Sie allerdings selbst übernehmen, falls keine Rechtsschutzversicherung dafür aufkommt.

Reha Ablehungsschreiben erhalten

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Hier können Sie unseren Flyer zur Wege zur Rehabilitation als PDF herunterladen:

Reha richtig beantragen Flyer

Informationen zum Reha-Ablauf

Reha mit Begleitung

Sie haben die Möglichkeit als Begleitperson zur Reha gemeinsam mit Ihrem Partner an der Reha teilzunehmen und beispielsweise Ihre Gesundheit checken zu lassen.

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Infomaterial

In unserem Downloadbereich können Sie unsere aktuellen Flyer und Prospekte zur Kur & Rehabilitation kostenfrei herunterladen.

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Darum Bad Kissingen

Welche Vorteile eine Reha oder Kur in Bad Kissingen hat und warum Sie diese hier im Kurort durchführen sollten erfahren Sie hier.

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Highlights

Kurgarten

Der schön angelegte Kurgarten von Bad Kissingen lädt zum Verweilen während Ihrer Reha ein.